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An­ge­bot 180 von 351 vom 07.01.2019, 11:09

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Gott­fried Wil­helm Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver - Natur­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät - Insti­tut für Boden­kunde

Am Insti­tut für Boden­kunde ist eine Stelle als Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin oder Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter (Ent­gGr. 13 TV-L, 65 %) ab dem 01.03.2019 zu beset­zen. Die Stelle ist auf 3 Jahre befris­tet. Der Stel­len­um­fang ent­spricht 65 % der tarif­li­chen Arbeits­zeit. Die Mög­lich­keit zur Pro­mo­tion ist gege­ben.

Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­beit
am Insti­tut für Boden­kunde

(Ent­gGr. 13 TV-L, 65 %)

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Der Auf­ga­ben­be­reich umfasst die Mit­ar­beit in dem Ver­bund­pro­jekt PRO­DIGY (Pro­cess-based & Resi­li­ence-Ori­en­ted manage­ment of DIver­sity Gene­ra­tes sustai­na­bi­litY), im Rah­men des Bio­Tip-Pro­gram­mes des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF).

Thema

In Öko­sys­te­men kann es infolge des mensch­li­chen Ein­flus­ses bei Über­schrei­ten eines Kipp­punk­tes zu abrup­ten Zustands­än­de­run­gen und neuen, unvor­teil­haf­te­ren Sys­tem­gleich­ge­wich­ten kom­men. Das Pro­jekt PRO­DIGY unter­sucht am Bei­spiel des west­li­chen Ama­zo­nas­be­ckens in der tri-natio­na­len Region Bra­si­lien, Boli­vien und Peru (MAP Region) die Hypo­these, dass Boden­öko­sys­teme weni­ger anfäl­lig sind, Tro­cken­stress-bedingte Kipp­punkte zu über­schrei­ten, wenn sie sich auf das Sicher­heits­netz der funk­tio­nel­len Red­un­danz infolge einer hohen funk­tio­na­len Bio­di­ver­si­tät ver­las­sen kön­nen. Zu die­sem Zweck bestim­men wir die funk­tio­nelle Diver­si­tät des Boden­mi­kro­bi­oms ent­lang von Gra­di­en­ten der Feld­frucht­di­ver­si­tät. Hierzu kom­bi­nie­ren wir eine grund­le­gende Cha­rak­te­ri­sie­rung des Boden­mi­kro­bi­oms mit meta­ge­no­mi­schen Ansät­zen sowie der Genex­pres­si­ons­ana­lyse aus­ge­wähl­ter funk­tio­nel­ler Gene mit einer Resi­li­enz­ana­lyse der bio­geo­che­mi­schen Flüsse und der Nähr­stoffs­tö­chio­me­trie. Als Tro­cken­heits­si­mu­la­ti­ons­ex­pe­ri­mente die­nen Regen­aus­schluss­flä­chen ent­lang der Gra­di­en­ten, die wir mit­tels bio­phy­si­ka­li­scher Ana­ly­sen zur Vali­die­rung modell­ba­sier­ter Simu­la­tio­nen nut­zen wer­den. Durch die Lage der Gra­di­en­ten auf Flä­chen ver­gleich­ba­rer abio­ti­schen Aus­stat­tung zwi­schen den Län­dern der MAP-Region, kön­nen unter­schied­li­che Aus­prä­gun­gen der funk­tio­na­len Resi­li­enz auf even­tu­elle Unter­schiede im regi­ons­ty­pi­schen Manage­ment zurück­ge­führt wer­den.

Auf­ga­ben­be­reich

Die Stelle umfasst das bio­geo­che­mi­sche Moni­to­ring der Stoff­flüsse auf den Inten­siv­plots mit­tels Ionen­aus­tausch­ak­ku­mu­la­to­ren und stö­chio­me­tri­scher Ana­ly­sen. Da die Inten­siv­plots eine Zeit­rei­hen­mes­sung dar­stel­len, ist die Stelle mit erheb­li­cher Rei­se­tä­tig­keit ver­bun­den. Eine enge Zusam­men­ar­beit mit einer zwei­ten Dok­to­ran­den­stelle der Boden­mi­kro­bio­lo­gie (eben­falls am Cam­pus Her­ren­hau­sen ange­sie­delt) wird erwar­tet. Ziel ist hier­bei stets die gemein­schaft­li­che Bear­bei­tung der Frage, ob ein Mehr an funk­tio­nel­ler Diver­si­tät tat­säch­lich eine höhere bio­geo­che­mi­sche Resi­li­enz nach sich zieht oder nicht.

Eine rege Publi­ka­ti­ons­tä­tig­keit zwecks Pro­mo­tion wird erwar­tet.

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Vor­aus­set­zung für die Ein­stel­lung ist ein abge­schlos­se­nes wis­sen­schaft­li­ches Hoch­schul­stu­dium (M.Sc. oder Diplom) der Boden­kunde, Bio­lo­gie, Öko­sys­tem­for­schung, Öko­lo­gie, Geo­öko­lo­gie oder ver­wand­ter Fächer.

Erwünscht sind Kennt­nisse auf dem Gebiet der Boden­kunde, Bio­geo­che­mie/Geo­öko­lo­gie sowie mole­ku­la­rer Mikro­bio­lo­gie und aus­ge­wie­sene Labor­er­fah­rung. Kennt­nisse in Bio­in­for­ma­tik und Stoff­fluss­mo­del­lie­rung sind hoch­will­kom­men.

Eine rege Rei­se­tä­tig­keit in z.T. abge­le­gene Regio­nen des Ama­zo­nas­ge­bie­tes erfor­dern Fle­xi­bi­li­tät und Aus­dauer. Das sichere Beherr­schen einer der benö­tig­ten Arbeits­spra­chen Spa­nisch und Por­tu­gie­sisch, oder die Bereit­schaft, sich diese zügig nach Anstel­lung anzu­eig­nen, ist von gro­ßer Wich­tig­keit für eine erfolg­rei­che Bear­bei­tung der The­ma­tik.

Eine gute Kom­mu­ni­ka­tion und ein siche­rer Umgang mit Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern und Sta­ke­hol­dern aus den Part­ner­län­dern sind genauso erfor­der­lich wie Spaß an der Ver­brei­tung der Ergeb­nisse im Feld und auf Work­shops.

Un­ser An­ge­bot:

Die Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver will die beruf­li­che Gleich­be­rech­ti­gung von Frauen und Män­nern beson­ders för­dern und for­dert des­halb qua­li­fi­zierte Frauen nach­drück­lich auf, sich zu bewer­ben.
Schwer­be­hin­derte Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber wer­den bei glei­cher Qua­li­fi­ka­tion bevor­zugt.

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Bitte rich­ten Sie Ihre Bewer­bung mit den übli­chen Unter­la­gen (Moti­va­ti­ons­schrei­ben, Lebens­lauf, Zeug­nisse, Schrif­ten­ver­zeich­nis und Kon­takt­in­for­ma­tio­nen zweier Refe­ren­zen) bis zum 18.01.2019 vor­zugs­weise in elek­tro­ni­scher Form an

E-Mail: boy@ifbk.uni-hannover.de

Gott­fried Wil­helm Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver
Insti­tut für Boden­kunde
Her­ren­häu­ser Str. 2
30419 Han­no­ver

Für Aus­künfte ste­hen Ihnen Dr. Jens Boy (E-Mail: boy@ifbk.uni-hannover.de) oder
Prof. Dr. Georg Gug­gen­ber­ger (E-Mail: guggenberger@ifbk.uni-hannover.de) gerne zur Ver­fü­gung.

Infor­ma­tio­nen nach Arti­kel 13 DSGVO zur Erhe­bung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten fin­den Sie unter https://www.uni-hannover.de/de/datenschutzhinweis-bewerbungen/.