Das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung ist ein international anerkannter Forschungspartner und besetzt zentrale Kompetenzfelder der sozialwissenschaftlichen Raumforschung in Europa. Sein Auftrag ist die Erforschung der Transformation und Steuerung von Städten und Regionen aus sozialwissenschaftlichen Perspektiven.
Stellenausschreibung
Das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bei Berlin, eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, in Kooperation mit der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), sucht für die Nachwuchsforschungsgruppe „Wert und Bewertung im Strukturwandel“ im Forschungsschwerpunkt „Ökonomie und Zivilgesellschaft“ (IRS) beziehungsweise den Fachbereich Stadt- und Regionalsoziologie der Fakultät 6 (BTU) zum nächstmöglichen Zeitpunkt
bis zu drei Doktorand*innen (w/m/d, 65%, TV-L E13).
Im Rahmen der Nachwuchsforschungsgruppe (NFG) „Wert und Bewertung im Strukturwandel" wird untersucht, wie das Neue und das Alte in regionalen Transformations- bzw. Strukturwandelprozessen ausgehandelt, bewertet und wirksam werden. Transformationsprozesse – etwa im Rahmen des Kohleausstiegs, der Dekarbonisierung von Industrien oder durch technologischen Wandel – bringen tiefgreifende Veränderungen und Herausforderungen für Regionen mit sich. Einerseits entwickeln sich neue Technologien, Industrien oder Organisationsformen und werden regional umgesetzt, andererseits muss auch Bestehendes verlernt oder vergessen werden. Die NFG adressiert das damit verbundene Spannungsfeld und die zugrunde liegenden Aushandlungsprozesse und verfolgt das Ziel, die räumlichen Wirkungen dieser Aushandlungsprozesse zu untersuchen.
Die NFG ist sowohl am IRS Erkner und an der BTU Cottbus-Senftenberg am neu geschaffenen Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie angesiedelt. Die Promotionsstellen sind in ein gemeinsames Qualifizierungskonzept des IRS und der BTU eingebunden. Die wissenschaftliche Qualifizierung ist auf insgesamt vier Jahre angelegt. Die Vertragsgestaltung orientiert sich an den Anforderungen dieses kooperativen Qualifizierungskonzepts. Von den zukünftigen Stelleninhaber*innen wird eine aktive Mitwirkung an der übergeordneten Forschung der NFG erwartet, als auch die Wahrnehmung von Lehrverpflichtungen im Rahmen von 2 SWS an der BTU Cottbus-Senftenberg.
Die genauen Themen der Dissertationsprojekte werden in enger Abstimmung mit den Promovierenden entwickelt. Sie sollen sich jedoch, um Synergien nutzen zu können, innerhalb des Themenspektrums der NFG bewegen. Jedes der Projekte soll die Aushandlung des „Alten“ und „Neuen“ in einer Region erforschen. Ein geographischer Schwerpunkt liegt auf der Lausitz, in der durch den Kohleausstieg tiefgreifende Veränderungsprozesse angestoßen wurden. Darüber hinaus sind komplementäre und kontrastierende Vergleichsfälle von Regionen in Transformationsprozessen (national, international, historisch) angedacht (z. B. die Automobilregion Stuttgart). Mögliche Anknüpfungspunkte für Dissertationsprojekte bieten etwa die Aushandlungen und Bewertungen der Ausgestaltung von regionalen Transformationsprozessen in verschiedenen gesellschaftlichen Räumen, wie in der Regionalplanung, in Unternehmen oder in zivilgesellschaftlichen Kontexten. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu untersuchen, nach welchen Logiken (neue) Ideen derzeit generiert und selektiert werden, wie bestehende Bewertungslogiken ersetzt werden (können), welche Abwertungen oder Verluste in den Transformationsprozessen entstehen, wie diese verhandelt und wirksam werden. Dies bezieht explizit auch den Fokus auf sozial innovative Kontexte in regionalen Transformationsprozessen mit ein.
Ihre Aufgaben:
Ihr Profil:
Unser Angebot:
Das IRS bietet Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem innovativen und interdisziplinären Team in einem dynamischen wissenschaftlichen Umfeld an. Die Arbeit am IRS ermöglicht Ihnen Freiräume zu Ausgestaltung und Durchführung eines eigenen Promotionsvorhabens, welches thematisch an die Nachwuchsforschungsgruppe bzw. die Forschungsthemen des Forschungsschwerpunkts „Ökonomie und Zivilgesellschaft“ angebunden ist. Eine selbstorganisierte Doktorand*innengruppe am IRS veranstaltet regelmäßige Treffen, wissenschaftlichen Austausch und eine jährliche Klausur. Durch diverse, auch internationale Kooperationen mit anderen Forscher*innen und Forschungseinrichtungen sowie Veranstaltungsreihen des IRS bestehen gute Vernetzungsmöglichkeiten sowie Gelegenheiten für Auslandsaufenthalte. Das Institut bietet zudem vielfältige Möglichkeiten der kontinuierlichen Weiterbildung an und setzt sich für die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter*innen ein.
Weitere Punkte sind:
Das IRS gewährleistet die berufliche Gleichstellung aller Personen nach dem Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) und strebt eine offene und diskriminierungsfreie Arbeitskultur an. Wir begrüßen ausdrücklich Bewerbungen von Frauen. Bei gleicher Eignung werden Bewerber*innen mit Schwerbehinderung bevorzugt eingestellt.
Wenn Sie sich von dieser Stellenausschreibung angesprochen fühlen, senden Sie bitte die folgenden Bewerbungsunterlagen unter Angabe der Kennziffer 1226 in einer PDF-Datei per E-Mail bis zum 20.09.2026 an: bewerbung@leibniz-irs.de.
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) e.V.
Personalstelle
Flakenstr. 29-31
15537 Erkner
www.leibniz-irs.de
Rückfragen richten Sie bitte an: Prof. Dr. Jonathan Friedrich (jonathan.friedrich@leibniz-irs.de)
Das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung nimmt den Schutz persönlicher Daten ernst. Wir erheben, verwenden und speichern Ihre personenbezogenen Daten ausschließlich im Rahmen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Nähere Informationen finden Sie auf der Website des IRS.
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